Wenn die Wirtin bedient, ist es schönstes Portugal. Wenn der Wirt bedient, ist es richtiges Bayern. Dieser Mix wird auch auf der Speisekarte des Café Portugués deutlich: Die ist mehrheitlich weiß-blau bis international, teilweise aber dann auch richtig portugiesisch. Die Preise gehen voll in Ordnung – zumal es ausgezeichnete Qualität in riesiger Portion gibt. Gut, dass der Espresso (faire 1,60) ziemlich stark ist und anderswo längst als Doppio verkauft würde. Die zwei Tische draußen vor der Tür sind richtig gemütlich – es gibt sogar Kissen vom portugiesischen Fremdenverkehrsbüro. Drinnen herrscht dagegen Imbissatmo – aber dafür wiederum sehr angenehme. Übrigens: So schön wie die Wirtin spricht niemand sonst Espresso aus!!!
Info
Café Portugués bzw. Café Grün (beides steht an der Tür)
Karlstraße
Zwischen russischem Konsulat und Teppich Norkauer

9 comments
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24. September 2007 um 1:25
cafecremeextreme
Insgesamt, würde ich sagen, hat das Café Portugués jedoch eindeutig südländisches Flair. Vom portugiesischen Fado ist zwar keine Spur, dafür gibt es eine ordentliche Portion (liebenswürdiges) Chaos: kleines Cola bestellt, große Cola bekommen. Und der Salat kommt gerne auch erst, wenn das Hauptgericht schon verputzt ist…
1. Oktober 2007 um 12:13
Frust-Fresser
Stimmt, die zusätzlich eingesetzte Servicekraft ist etwas überfordert. Ich hab auch kleine Cola bestellt und große Cola bekommen. War aber nicht der Rede wert – denn bezahlen musste ich nur die kleine
Aber natürlich gab’s extra viel Trinkgeld …
11. Januar 2008 um 1:54
cafecremeextreme
Das Geheminis ist nun gelüftet, eines aber vorneweg: Das Café Portugues heißt jetzt Café Gruen (wenn ich mich recht erinnere). Sonst hat sich aber nicht viel verändert. Aber zurück zum Mysterium Café Portugues: Mit Portugal hatte das Café auch unter altem Namen erstmal gar nichts zu tun. Der Wirt ist lediglich mit einer Brasilianerin verheiratet und hat das Café nur aus Freude über den darüber angebrachten Namen (Café Portugues) übernommen. Seine Frau bedient aber ab und zu (oder hat bedient), wodurch das Café natürlich ein portugiesisch-brasilianisches Flair eingehaucht bekommt. Zudem findet sich – auch wenn es KEIN portugiesisches Café ist – durchaus die ein oder andere portugiesische Spezialität auf der Speisekarte, z.B. Stockfisch. Also ich fasse zusammen: Das ehemalige Café Portugues ist ein Café, das nicht portugiesisch ist, dieses Attribut aber im Namen trägt (bzw. getragen hat), zudem von einem Mann geführt wird, dessen Frau Brasilianerin ist und durchaus die ein oder andere portugiesische Speise anbietet. Alles klar? Mir nicht, aber ich geh trotzdem gern weiter dahin.
11. Januar 2008 um 4:58
mitesser
Nach meinem Geschmack waren die Pommes zum sau guten Schweineschnitzel (achtung, Wortspielerei) zu butterschmalzgetränkt. Wenn der Wirt das Rauchverbot durchsetzen sollte, was er momentan noch nicht tut, wird es auch noch frittenbudenartiger riechen da drin.
Also: Im Sommer sehr gerne, im Winter unentschieden.
Und: Die portugiesischen Stammgäste halten dem Laden die Treue, daher das alte Schild.
21. Januar 2008 um 6:55
mitesser
Puh, sogar die Austernpilze auf nem echt riesigen Salat für angemessene 6,50 Euro sind echt fett. Und der Frittenbudenduft stieg auch bei diesem Test in unsere Nasen.
Also: Nichts für Geruchs- und Magenempfindliche, der Renner für Alle-Mahlzeiten-am-Tag-auf-einmal-zu-sich-Nehmer …
2. Februar 2008 um 8:41
portugalfan
Weiß jemand, was aus den vorherigen Inhabern geworden ist?
Wir haben damals sehr oft dort gegessen, doch von einem Tag auf den anderen waren sie weg und wenig später machte der Laden als Cafe Grün wieder auf, und kam leider an die Kochkünste der Portugiesin nicht heran.
20. November 2008 um 5:55
pommesdieter
Moinsen,
was soll man sagen, bin mit einem Kollegen hin, der ein großer Verehrer ist… Große Portionen, etwas kleiner Raum mit entsprechendem Küchendunstproblem, ansonsten voll ok.
21. Januar 2009 um 3:13
cafecremeextreme
Ich war ebenfalls ein Verehrer des kleinen Cafe Grün, trotz Küchendunst und angeblich “billigem Fett”. Geschmeckt hat’s immer, und die Portionen waren immer etwas zu groß (also genau richtig). Seit ein paar Tagen ist diese kleine mediteran-bayerische Insel der Kulinarität jedoch urplötzlich verschwunden, an der Stelle findet sich nun ein kleiner Sushi-Laden mit aussagekräftigen Namen “Japan Sushi Gourmet”. Die Preise sind auf den ersten Blick sehr fair – Erfahrungsberichte werden gerne angenommen! R.I.P. Cafe Grün…
22. April 2009 um 9:49
Serendipity
Das neue “Japan Sushi Gourmet” ist durchaus empfehlenswert. Nicht nur die übliche Sushi-Schiene, sondern über 15 (!) Nudelsuppenvarianten gibt es. Testen!!