Ein Ausflug zu einer richtig großstädtischen Ecke Münchens, der Trambahn-Kreuzung Ecke Dachauer-/Augustenstraße. Alles nur bei Sonne zu empfehlen – denn bei diesen Locations ist es nur vor der Tür richtig gemütlich.

Tonino

Den lauschigsten Platz – die große Verkehrsinsel vor Teppich Norkauer mit Springbrunnen – bietet Tonino. Leider beschallt von einem privaten Konkurrenten zu den hochwertigen Radioprogrammen aus eigenem Haus: Arabella. Pizza, Pasta und Preis-Leistungsverhältnis sind ausgewogen. Allerdings schafft es DJ Ötzi, zum Ohrwurm dieser Mittagspause zu werden. Danke, Arabella. Danke, Servicepersonal. Denn so etwas passiert nur, wenn man geschlagene 45 Minuten auf das Essen warten muss und das komplette Musikspektrum dieses Radiosenders auf sich wirken lassen muss. Trotzdem: Insgesamt sehr gemütlich auf der Terasse. Nur wer hat mittags schon so viel Zeit? Auch der Bezahlvorgang dauert gefühlt Stunden, also eine Viertelstunde. Bei einem Kollegen verrechnet sich die Bedienung um 1 Euro. Er merkt’s – die entschuldigt sich nicht. „Ach ja!“

PS. Auch ein schneller Espresso dauert hier eine halbe Stunde. Immerhin hat ein anderer Kollege in der Warteschleife bemerkt, wie sehr am Glimmstengel hängt und seinen Nikotin-Abschwör-Plänen bei dieser Gelegenheit Projektstatus verliehen. Hat geklappt.

Takari Imbiss

Unser Mitautor cafecremextreme könnte sich auch sushiesserextreme nennen. Und er behauptet: Hier gibt’s das beste Sushi der Stadt. Drinnen wirklich Imbisscharakter, draußen ganz OK. Beim all you can eat kriegt man aber weniger runter als bei der rollenden Konkurrenz. Das liegt daran, dass nur fünf, sechs Sorten zur Auswahl stehen. Dafür aber qualitativ besonders hochwertig: kein Pressfisch, kein Fischersatz, dafür richtig viel frischer und guter Fisch. Wahre Genießer können hier also für eine Stunde Mittagspause ihr Glück finden.

Deli Star

Was waren wir begeistert von der Suppenküche, die in diesem Laden vorher residierte. Sehr gemütlich, sehr zivile Preise, sehr freundliches Ambiente. Doch jetzt: Das übliche Coffeshop-Sortiment mit den üblichen Preisvorstellungen. Die kann man an sich für überzogen halten. Man kann aber auch erst die Nase rümpfen, wenn die Lieferung mager ausfällt. Wir haben fade Wraps und laschen, leicht bitteren Kaffee getestet. Vielleicht ein Einzelfall. Trotzdem erstmals in diesem Blog das strenge Urteil: Bekommt von uns keine zweite Chance. Oder mag uns der Besitzer von seinem Laden, der eine Kreuzung aus italienischer Kaffeebar und amerikanischem Bagelladen sein soll, überzeugen?

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