Asia-KosmosEhemaliger Fotoladen, Regale rausgerissen, 50er-Jahre-Möbel reingestellt (und doch ein bisschen rumdesignt). Klingt erstmal, als hätte der Wirt wie fast alle Kollegen die gängigen Konzepte Retrokneipe und Futurelounge marktforscherisch bezüglich der Location durchdacht und halt Option 1 realisiert. Einen Businessplan scheint der Mann echt zu haben: Der Capuccino ist kaffeetassenklein und kostet stolze 2,40 Euro. Dafür kommt das Glas Leitungswasser unaufgefordert dazu.

Der Zehn-Minuten-Test auf einen Kaffee endet irgendwie untentschieden: Echt nett, lauschig und so weiter. Aber eben ein echter Schickimickipreis. Aber auch der Gast hat eine zweite Option: Man hole sich sein Mittagessen zwei Häuser weiter beim Dönermann (Falafel ist gut, Döner evtl. riskat – Indiz: Laden war zu Gammelfleischzeiten ein paar Tage dicht) und verbringe im Kosmos eine ganze Stunde.

Kosmos-SchaufensterMit Blick auf etwas Grün und die Fahrräder im Hinterhof oder wiederum mit Option 2: aus dem 1. Stock mit Blick auf die geschäftige Kreuzung Mars-/Dachauer Straße. Dann lässt sich die Mittagspause sicher gut an. Oder das Feierabend-Astra. Vielleicht entdeckt der Wirt ja noch Option 3: Selbst ein paar günstige Mittagsgerichte anbieten und dafür den Kaffee billiger machen.

BILDER

gibt’s zwei auf www.cafe-kosmos.de

Warnhinweis

Den Asiamann ein Haus weiter umgehen zumindest wir, seit einmal der Capuccino aus der Christkindlesmarkttasse nach Hühnerfett geschmeckt hat. Verständlich, dass man sich da auch Jahre später ekelt, oder? Kollegen sagen aber, die A-la-Carte-Gerichte seien echt gut. Das Büffet ist reichhaltig, aber nicht immer ganz frisch.

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