KuchenWer kennt es nicht, das werktägliche Vier-Uhr-Tief. Wenn nur noch ein Kaffee und ein Stück Kuchen oder ein Schokoriegel die restlichen zwei Arbeitsstunden ertragbar machen können. Erstes Anzeichen für diese sich anbahnende Glukose-Unterversorgung ist die geschäftige Stille, die in den Minuten vorher im Großraumbüro einkehrt, da sich jeder nur noch auf seine Arbeit konzentriert. Scherzhafte Bemerkungen zum Kollegen am Tisch gegegnüber werden seltener, es ist nur noch das monotone Klappern der Tastaturen zu hören, ab und an klingelt ein Telefon, das nicht abgenommen wird. Der Körper stellt die Uhren zurück auf Steinzeit, Stresshormone werden ausgeschüttet, um die lebensbedrohende Situation „Überstunde“ abzuwehren. Eines dieser Hormone ist das CRH, das Corticotropin-freisetzende-Hormon, welches auch von Sportlern als Dopingmittel eingesetzt wird.

„Corticotropin (ACTH) reguliert die körpereigene Produktion von Kortison und kann euphorisieren. Gleichzeitig werden die körpereigenen Zucker- und Fettreserven abgebaut. Einerseits wirkt das Hormon [sic!] – wie Kortison – entzündungshemmend, macht den Körper aber andererseits für Infektionen anfälliger.“ (Quelle)

Wie in diversen Diät-Foren nachzulesen ist, führt der Abbau der körpereigenen Zuckerreserven zu einem schlagartig eintretenden Heißhunger auf Süßigkeiten, das Verlangen nach Zucker kann bis auf das dreifache ansteigen. Schnelle Abhilfe kann hier nur noch besagtes Stück Kuchen schaffen, sonst wird er Rest des Arbeitstages zur Qual. So einfach ist das mit dem Vier-Uhr-Kuchen.

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